Wir freuen uns, die Reihe „Artist Spotlight“ nach einer kurzen Pause wieder aufzunehmen! (Und in Zukunft werden noch viele weitere folgen.) Diese Woche freut sich Ohuhu, den belgischen Künstler Chip.illus willkommen zu heißen, der seine Gedanken und Einblicke in die Kunst sowie seinen beeindruckenden Zeichenstil mit uns teilen wird. Im kommenden Jahr wird Chip.illus außerdem eine Einzelausstellung in Tokio veranstalten. Tauchen wir direkt ein und hören wir, was der Künstler zu sagen hat!
Erzähl uns ein wenig über dich und deinen künstlerischen Werdegang. Was hat deine Leidenschaft entfacht?
Mein Name ist Chip und ich bin ein belgischer Illustrator, der sich von Dingen inspirieren lässt, die nostalgische Gefühle in mir wecken. Mein ganzes Leben lang war ich davon besessen, kleine Gadgets und Kuriositäten zu sammeln. Dadurch bin ich schnell in die japanische Spielzeug- und Sammlerkultur eingetaucht. Vieles davon spiegelt sich in meinen Kunstwerken wider.
Du hast einen sehr einzigartigen und auffälligen Stil – wo findest du deine Inspiration? Gibt es bestimmte Einflüsse, die du hervorheben möchtest?
Natürlich sind Vintage-Spielzeuge und Sammlerstücke etwas, das ich mir immer wieder ansehe. Wenn es jedoch um meine Vorbilder geht, kann ich unter anderem Crysalis, Mechibaz, Pipidummy, Nemupan und Nakamura Kyoko nennen. Das sind Künstler, zu denen ich seit Jahren aufblicke, und ihre Kunst ruft in mir ein sehr starkes Gefühl von Nostalgie und Glück hervor. Wenn ich eine neue Illustration beginne, sehe ich normalerweise eine Mischung aus meinen Vintage-Spielzeugen, Modemagazinen und Kunstbüchern von Künstlern durch, die ich liebe. Heutzutage ist es oft schwieriger, online Inspiration zu finden, weil es einfach so viel zu entdecken gibt. Ich finde es deutlich einfacher, physische Nachschlagewerke zu besitzen, da sie meist prägnanter sind, als stundenlang nach etwas sehr Spezifischem zu suchen.

Welches deiner Werke macht dich besonders stolz? Hat dich der Entstehungsprozess etwas Bemerkenswertes gelehrt?
„My Devil Girl“ ist definitiv mein Lieblingswerk – aber nicht nur wegen des Endergebnisses, sondern auch wegen der Schwierigkeiten, die ich überwinden musste, um es fertigzustellen. Die vier anderen Linearts und misslungenen Farbvarianten habe ich noch immer bei mir eingelagert. Ich habe mehr als fünfmal so viel Zeit wie gewöhnlich für eine A3-Illustration aufgewendet und bei jedem Versuch versucht, sie zu verbessern. Da ich meistens traditionell arbeite, ist es schwierig, Fehler rückgängig zu machen. Und wenn man ein Design wirklich mag, ist es schwer, den Perfektionismus loszulassen, weil ich jedes Mal überzeugt bin, dass ich es noch besser machen kann. Als ich dann sah, wie sehr die Menschen das Werk liebten, fühlte ich mich großartig. Es hat mich daran erinnert, dass sich harte Arbeit auszahlt.

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